Wie gelingt die Warenvorfinanzierung

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Wie geht Warenvorfinanzierung?

Wenn du in die Planung für das nächste Jahr gehst, wie risikobereit gehst du vor? Wie viele Waren bestellst du? Gehst du das Risiko ein und stellst das ganze Lager voll? Oder orientierst du dich an den bisherigen Käufen?

In der Mentoring-Folge mit SOCCESS haben wir uns genau mit diesen Fragen auseinandergesetzt, genauer gesagt mit der Warenvorfinanzierung.

Falls du SOCCESS noch nicht kennst, klicke hier, um zur Podcast-Folge mit ihnen zu gelangen. Die beiden Gründer entwickeln Nahrungsergänzungsmittel und haben sich dabei speziell auf den Fußball fokussiert. Orientiert an den Bedarfen beim Training oder auch vor und nach dem Spiel, haben sie die Wirkstoffe zusammengesetzt, die die Leistungen der Spieler unterstützen und pushen. Über E-Commerce und Adds haben sie dabei bereits einen Umsatz von 250.000€ erwirtschaftet und sehen sich in den nächsten zehn Jahren als bekannteste Marke für Nahrungsergänzungsmittel in der Fußballbranche

Um dies zu erreichen, müssen viele Leute von den Produkten erfahren und genügend Waren vorrätig sein. Doch gibt es hier ein richtig und falsch für die korrekte Planung und den Bestand der Produkte?

Wie managed SOCCESS die Warenvorfinanzierung?

Bisher haben sie neue Ware just in time geplant, daran orientiert, wie hoch der Absatz ist. In Betracht auf die aktuelle Lieferzeit von 8-10 Wochen wurde somit zum jeweiligen Zeitpunkt erneut Ware nachbestellt. Julian erzählt jedoch auch, dass diese Art und Weise der Planung ihnen „fast das Genick gebrochen hätte“: Lieferschwierigkeiten, Rohstoffmangel, Out of Stock. Daraufhin haben sie ihre Prozedur geändert und arbeiten nun mit einem Warenvorfinanzierungs-Dienstleister zusammen.

Wie funktioniert ein Warenvorfinanzierungs-Dienstleister?

Julian vergleicht die Funktion von Warenvorfinanzierungs-Dienstleister im Grunde mit der einer Bank. Der Dienstleister kümmert sich jedoch zusätzlich zur Finanzierung auch um den kompletten Wareneinkauf. Dieses bietet viele Vorteile im Sinne der Liquidität, des Wachstums und des Umlaufvermögens. Die Zuständigen kennen außerdem auch die Verkaufshistorie und wissen, wann das Sortiment angepasst werden muss. Insbesondere in der aktuellen Zeit mit Lieferschwierigkeiten und Co. ist es wichtig, den Überblick zu behalten.

Marcus Diekmann weist darauf hin, dass diese Möglichkeit für alle Start-ups eine gute Option ist. Insbesondere zu Beginn kann Liquidität eingespart werden, die beispielsweise eher im Performance-Marketing gebraucht wird.

Wie plant SOCCESS das kommende Jahr?

Der Frage, ob sie für das kommende Jahr die fünfwache Menge einkaufen und einen erfolgreichen Verkauf verwetten würden , entgegnet der Gründer mit zwei Szenarien, einem guten und einem schlechten, wie er selbst sagt: „Das Gute reicht für ein halbes Jahr, das Schlechte für ein ganzes Jahr und demnach können wir frühzeitig wieder nachbestellen und reagieren und gehen so auch nicht Out of Stock.“

 Wie schnell wird dein Produkt alt?

Eine super wichtige Frage, wenn es darum geht, seine Produkte vorrätig zu haben. Die Produkte von SOCCESS können zwei Jahre lang verwendet werden, damit kann mehr Risiko eingegangen werden, als wenn das Produkt nach drei Monaten verfällt. Die Gültigkeit bietet  dabei nicht nur einen langfristigeren Verkauf, sondern führt auch zu zeitlichen Vorteilen und dazu, den Fokus in der restlichen Zeit mehr auf Finanzierung, Marketing und Vertrieb zu legen.

Produkte just in time oder weit im Voraus bestellen?

„Just in time war vielleicht in den früheren Zeiten der maximalen Warenverfügbarkeit easier machbar. In den heutigen Zeiten ist es ratsam gerade überproportional viel einzukaufen.“, so die Empfehlung von Marcus Diekmann. Riskiert und behaltet dabei die Finanzen im Blick. Denn keine Produkte vorrätig zu haben führt zum Verlust von langfristigen Kunden und dieser Verlust ist deutlich höher als ein paar Produkte zu viel zu haben.

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