Wie finde ich einen Mentor?

Marcus Diekmann gibt Start-ups in unserer Mentoring-Folge Tipps an die Hand, wie du als junger Gründer einen Mentor finden kannst.

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„Wie findet man einen Mentor, der einem beratend zur Seite steht und die entscheidenden Tipps gibt?“

Mit dieser Frage starten wir in die nächste Mentoring-Folge der Founders League, in welcher die Start-ups die Fragen stellen. SOCCESS ist zu Gast, sie stellen Nahrungsergänzungsmittel für den Fußballsport her. Sie fokussieren sich dabei auf die Bedarfe der Sportler in ihren Trainings- und Spieleinheiten und setzen die Wirkstoffe zusammen, die wortwörtlich den Ball ins Rollen bringen und sie in ihrer Leistung auf das nächste Level heben. Sie haben ohne Investor:in bereits einen Umsatz von 250.000€ erwirtschaftet - was Ihnen jedoch fehlt sind Mentoren, die die passenden Tipps haben, um die Gründer mit ihrem Unternehmen noch weiter nach vorne zu bringen und die nötigen Kontakte und das passende Netzwerk mitbringen. Denn wie Julian Hauner, Co-Founder von SOCCESS sagt, stehen gerade am Anfang viele Start-ups mit ihrer Idee häufig alleine da, das Umfeld kann nicht großartig weiterhelfen und es ist noch kein Netzwerk vorhanden.

Darauf solltest du bei der Mentor:innensuche achten

Die Mentor:innensuche heutzutage unterscheidet sich in einigen Punkten von der früheren.

Marcus Diekmann erzählt von seinen Erfahrungen 2004, als er mit seinen Kollegen speziell nach thematischen Experten gesucht hat. Damals sind sie direkt auf diejenigen Leute zugegangen, wie etwa den ehemaligen Sparkassen-Vorstand für Know How im finanziellen Bereich, Liquiditätsmanagement usw. oder haben sich weiteres Wissen über Bertelsmann eingeholt, wenn es in Richtung Vertrieb und Beratung ging. Damals hat es gut geklappt, heutzutage läuft die Mentor:innensuche meistens anders ab.

Tipp: Heutzutage braucht es keine langfristigen Mentor:innen, die große Anteile bekommen. Vielmehr ist darauf zu achten, jemanden zu finden, der oder die sich mit deiner Sparte auskennt und das nötige Know How und die Kontakte mitbringt, statt das große Geld.

Mentorensuche am Beispiel von SOCCESS

SOCCESS ist spezialisiert auf den Fußball. Dementsprechend sollte hier nach Geschäftsführer:innen, Vorstandsmitgliedern usw. in dem Bereich, etwa in Vereinen, geschaut werden. Kontaktiert sie und fragt genauer nach, wie der Zugang ins Fußballbusiness, Clubs etc. erfolgt. Dafür muss die Person nicht Mitgesellschafter:in werden, es geht in diesem Sinne nur um den Prozess und das Know How. Die inhaltliche Basis ist versorgt. Im nächsten Schritt braucht es wen für den Online-Bereich, hier könnte gegebenenfalls eine befreundete Agentur weiterhelfen.

Probleme und Anlaufstellen beim Netzwerken

Das Hauptproblem vieler ist, dass am Anfang nach Mentor:innen gesucht wird, die global erfolgreich sind. Doch sie reden oftmals eher davon, wie sie zwar ihr Unternehmen aufgebaut haben, doch ohne den Fokus darauf, was zu eurem Start-up passt. Daher findet welche, die sich genau mit eurem Unternehmen und der Branche auskennen.

Geht dafür zu Branchenveranstaltungen, schaut und vernetzt euch auf LinkedIn, und schreibt interessante und passende Mentor:innen an. Begeht dabei nur nicht den Fehler, die Personen direkt als Mitgesellschafter:in zu bestimmen. Denn häufig braucht es am Anfang andere Mentor:innen, als wenn dein Start-up ein nächstes Level erreicht hat. Hier muss sich oftmals erneut nach passenden Mentor:innen umgeschaut werden, die mit dem Wachstum mitgehen und auf der nächsten Ebene ihr Wissen und Netzwerk mit euch teilen.

Die ganze Folge mit den Gründern Marius Schmidt und Julian Hauner von SOCCESS und allen Learnings, jetzt im Founders League Podcast.

Du kennst die erste Mentoring-Folge noch nicht? In dieser sprechen wir über eine gelungene Warenvorfinanzierung und das Kalkulieren von Produkten für das nächste Jahr, hier geht’s zur Folge.

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